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Reisebericht Athen, 28.02.-04.03.2019
#1
28.02. Anreisetag

Da ich bei den Ryanair-Flügen am Flughafen Hahn nicht mehr fündig wurde, musste ich auf andere Ryanair-Abflughafen „in der Nähe“ ausweichen.
Das wäre zum einen Köln/Bonn, was ich aufgrund des Abflugtages – Karnevaldonnerstag – und des Rückflugtages – Rosenmontag – in dieser Jahreszeit aber vermeiden wollte und zum anderen Frankfurt/Main.
Nun ist es zwar schön, dass Ryanair nicht mehr nur die abgelegenen kleinen Flughäfen ansteuert, hat im Falle Frankfurt/Main aber den Nachteil, dass ich da a) länger anreisen muss und b) auch die Parkgebühren teurer sind, als am Hahn.
Um zumindest letzteres in Grenzen zu halten, googelte ich mal, ob es Parkmöglichkeiten außerhalb des Flughafens mit Shuttlemöglichkeit gibt, so wie am Hahn auch.
Ich wurde fündig und entschied mich für das Parkhaus „Platzhirsch“ in Kelsterbach, wo ich mein Auto für 5 Tage für 35,10€ abstellen konnte. Den Preis fand ich akzeptabel.
Ich fuhr also am Donnerstag nach Kelsterbach, stellte mein Auto dort ab (wobei ich das Gefühl hatte, das Parkhaus geht „falsch rum“) und wurde kurz darauf mit dem Shuttle zum Flughafen auf P29 gebracht.
Ich notierte mir mal vorsichtshalber, wo sich dieser Parkplatz befindet, denn ich befürchtete, dass ich den bei der Rückkehr nicht mehr so schnell finden würde…
Da ich mal wieder viel zu früh dran war, musste ich bis zum Abflug noch gut 4h Zeit totschlagen, was mir wieder erstaunlich gut gelang.
Beim Boarding stellte ich dann einmal mehr fest, dass der Vorteil des Priority Boardings spätestens dann perdu ist, wenn man zwar als erstes in den Boardingbereich darf, dann aber im Flugzeugzubringerbus sitzt und warten muss, bis der Bus mit weiteren Fluggästen aufgefüllt ist. Und da man auch zuerst im Bus sitzt, kommt man natürlich auch als letztes raus.
Für den Flug hatte ich mir ein paar mp3-Interviews und Podcasts aufs Handy gezogen und ich musste feststellen, dass bei diesem anhören die Zeit schneller verging, als bei reiner Musik, weil man einer durchgehenden Unterhaltung folgt und nicht nur berieselt wird. Solange man dabei nicht einschläft, ist das wunderbar…
Der Flug verging wie im solchen und landete ein paar Minuten früher als geplant, was mir nur recht sein sollte.
Nach der üblichen lästigen Wartezeit im Flieger, kam ich dann ziemlich zügig voran und es war irgendwie ungewohnt, nirgends einen Pass/Ausweis vorzeigen zu müssen.
Um in die Athener Innenstadt zu kommen, gibt es 2 Möglichkeiten: Bus oder Metro.
Ich hatte Bus vor, weil ich ein 5 Tagesticket für 22€ im Kopf hatte, welches auch 2 Busfahrten vom/zum Flughafen beinhaltet.
Die Ticketautomaten, die ich online gesehen hatte, fand ich natürlich nicht, also begab ich mich in den Außenbereich, um die Bushaltestelle zu suchen.
Dort war auch ein Tickethäuschen und ich stellte fest, dass ich mich geirrt hatte, denn es war nur ein 3-Tagesticket mit Flughafenbus.
Das reichte mir natürlich nicht aus, da ich mich ja 3 + 2 Transfertage innerhalb Athens bewegen wollte und der 1. Transfertag der erste der 5 Tage war.[color=var(--color-neutral-600)] Also kaufte ich das Ticket (6€) für den Bus und das 3–Tage-Öffis-Ticket (9€) getrennt voneinander.
[/color]
Die Busfahrt war sehr unbequem, da er am Flughafen schon sehr gut gefüllt war und außerdem hielt er unterwegs noch an einigen Stationen, an denen weitere Fahrgäste einstiegen. Es ist also kein reiner Zubringerbus.
Meine Endstation war am „Syntagma-Platz“, von wo aus es nur ein paar Minuten bis zu meinem Hotel waren.
Ursprünglich hatte ich vor, evtl. mit dem Taxi dorthin zu fahren, aber als ich sah, dass ich nicht alleine auf Athens Straßen unterwegs bin, zog ich den Fußweg vor.
Maps.me tat mal wieder einen guten Dienst und so kam ich fast auf Anhieb am Hotel an. Nur an der Bushaltestelle musste ich einmal die Straße hoch und runter laufen, bis sich der Navigationspfeil in die richtige Richtung bewegte.
Das Hotel („Akropolis House Hotel“) hatte ich wie immer über booking.com gebucht und es war das erste Mal, dass ich nur ein Hotel zur Auswahl gebucht hatte und tatsächlich bis zum letzten Tag dabei blieb.
Leider rief mich das Hotel 2 Tage vor meiner Anreise an (ich ignorierte den Anruf aber und fragte per Mail zurück, da ich nicht auf Englisch telefonieren kann) und informierte mich, dass sie mich von meinem gebuchten Doppelzimmer auf ein kleines Einzelzimmer umgebucht hätte, es würde dafür auch nur 132€ kosten !!!!!!!!!!!!!!! (die Anzahl der Ausrufezeichen entspricht in etwa denen in der Mail).
Jo, es kam mir nicht drauf an, ob ich 163€ für das DZ bezahle, der Preis war mir egal und auch ok, es ging mir drum, Platz zu haben. Sowohl im Zimmer, als auch im Bett, denn ich finde diese schmalen 90cm Betten furchtbar!
Am gleichen Abend schrieb mir auch noch meine Mutter eine WhatsApp Nachricht, ich solle warme Klamotten mitnehmen, in Griechenland läge Schnee!
Das hat mich dann noch mehr irritiert, als das kleinere Zimmer, denn Schnee hatte ich so gar nicht aufm Plan. Meine Wetter-App zeigte für die kommenden Tage relativ brauchbares Wetter mit Sonne, so um die 14-16°C rum.
Also schrieb ich dem Hotel, dass es mir ja schon lieber gewesen wäre, das DZ, das ich extra ausgewählt hatte, zu behalten und wie denn das Wetter sei, ich hätte gehört, es gäbe Schnee und Sturm.
Die Antwort kam innerhalb weniger Minuten, man entschuldigte sich für die Umbuchung und versprach, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen und das Wetter sei in den letzten beiden Tagen wirklich sehr schlecht gewesen, Schnee hätte es aber in Athen selbst keinen gegeben, aber es wäre schon wieder besser geworden und für die kommenden Tage seien sonnige 12-17°C gemeldet.
Das klang wieder besser, auch wenn es nicht meine Wohlfühltemperaturen sind. Besser wie Schnee aber auf jeden Fall.
Also von Bushaltestelle zum Hotel warens etwa 5min und an der Rezeption wurde ich schon freundlich empfangen und mir wurde auch gleich im Stadtplan gezeigt, wie der Weg zum  Akropolismuseum sei. Danach hatte ich zwar gar nicht gefragt, aber man kennt wohl seine Pappenheimer, wo diese Touris immer als erstes hin wollen.
Der Aufgang zu meinem Zimmer (Nr. 102) befand sich direkt neben der Rezeption, wobei mein erster Gedanke war, oh je, dann höre ich die ganze Zeit, wenn da jemand ankommt oder abreist.
Das war dann allerdings nicht der Fall, stattdessen hörte es sich bei der Holztreppe die direkt vor meiner Zimmertür lang ging immer an, als sei eine Horde Elefanten unterwegs , wenn da jemand hoch und runter ging. [Bild: smiley_emoticons_el_b.gif?w=748]
Das Zimmer an sich war…. klein und eng und niedrig. Bedrückend war das im ersten Moment schon. Dazu kam, dass es kein Fenster zur Außenseite hin hatte, sondern dass sich vorm Fenster ein weiterer, innen liegender Treppenaufgang befand, der aber scheinbar nicht genutzt wurde und als Abstellbereich verwendet wurde.
Das Bad(chen) war ebenfalls mini, direkt hinter der Tür befand sich die Toilette und direkt daneben war der Duschbereich, so „breit“ wie das Bad (also max. 1m) und nicht ganz so tief (vllt 70cm), die Gesamtfläche des Bades betrug also etwa ca. 1,50 x ca. 1,00m. Ein kleines Waschbecken hing im Zimmer, beim Zähneputzen stieß man sich dort aber immer die Stirn an der Ablage, die darüber angebracht war. Weshalb diese auch schräg war, weil sich anscheinend schon einige Köpfe dort gestoßen hatten…
Zum Glück bin ich nicht so anspruchsvoll, daher redete ich mir ein, dass es für 4 Nächte ok sei, immerhin war es sauber.
Ich schlief auch ziemlich gut in der ersten Nacht, was evtl. auch noch an der Reisetablette gelegen haben mag, die ich, um müde zu werden und die Zeit besser verschlafen zu können, immer vor einem Flug einnehme.


Edit sagt: ich habe keine Ahnung, wo der "[colour...] Text" da mittendrin her kommt. Der Text ist im Editor auch nicht zu sehen, so dass man was löschen könnte. Also einfach ignorieren. Winken
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Danke von: oecher
#2
01.03.  Tag 1


Nach einer erholsamen Nacht begann der erste Morgen mit dem üblichen Prozedere: duschen. Und das in dem Minibadchen, wo der Duschbereich nur mit einem Vorhang (ich hasse Duschvorhänge) vom Klo abgetrennt war. Ich sah mich schon das Zimmer fluten, nachdem ich den Kampf mit dem Duschvorhang gewonnen habe.
Aber ich war erstaunt: der Vorhang blieb an seiner Stelle, das Wasser floss nicht über die 1cm Schwelle zw. Duschbereich und Klo hinaus und auch der Druck und die Temperatur des Wassers ließen sich wie gewünscht regeln.
Danach gings runter in den auch nicht allzu großen Frühstücksraum, wo einen alles, was das Herz begehrte (oder auch nicht) erwartete. Nur Milch habe ich bis zum letzten Tage nicht entdeckt, weshalb ich meine „Urlaubsportion“ Flakes (ich esse die nur in Hotels) nur am ersten Morgen aß und zwar mit ziemlich steifen Joghurt. Ging zwar auch, musste ab Tag 2 aber nicht mehr sein.
Stattdessen entdeckte ich an Tag 2 die leckeren kleinen Pancakes für mich und ließ dafür fast alles andere stehen und liegen.
Meine Sightseeingtour begann, wie sollte es auch anders sein, an der Akropolis.
Dazu lief ich einfach mal drauf los, man musste ja nur nach links und dann nach rechts und dann ist man am Akropolismuseum, so hat mir der Mensch an der Rezeption das ja beim Einchecken gezeigt. Dachte ich…
Irgendwann blieb mir doch nix anderes übrig, als maps.me wieder zu aktivieren und so navigierte ich mich durch sehr schmale Gässchen zw. den typisch blauen Häuschen den Berg hinauf zum Eingang. Das war zwar nicht der eigentliche und/oder direkte Weg, aber bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom.
Oben angekommen, erklomm ich zuerst den „Areopag-Felsen“ um schon mal die erste kleine Aussicht zu genießen.
Der Betrieb am Kassenhäuschen hielt sich in Grenzen, war mir aber ohnehin egal, da ich mir im Vorfeld online das Kombiticket für 30€ gekauft hatte.
Es gilt 5 Tage und beinhaltet die Eintritte für Akropolis (inkl. Nord und Süd Hang), Kerameikos (Ausgrabung und Museum) (6 oder 8€), Antike Agora inkl. Museum (4€), Römische Agora (2€), Hadriansbibliothek (4€), Olympieion (? €), sowie Lyzeum des Aristoteles.
Da alleine der Eintritt zur Akropolis schon 20€ kostet, schien mir das ein gutes Angebot zu sein, auch wenn im www auf diversen Blogs zu lesen ist, dass man auch ganz gut ohne auskommt und fast genauso viel sieht.
Da haben die Schreiber nicht ganz Unrecht, kann ich im Nachhinein sagen.
Nachdem ich das Einlasskreuz passiert hatte (es ist außerdem im www zu lesen, dass die Tickets anschließend nochmal von Hand kontrolliert werden, was bei mir aber nicht der Fall war), stellte ich nach wenigen Metern fest: es ist zu warm, für eine gefütterte Softshell-Jacke.
Also zog ich sie aus und band sie um mich (und schleppte sie den Rest des Tages unnütz mit mir rum).
Was mir weiterhin auffiel, war der viele Betrieb – und das grad mal am 01. März! Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich das im Sommer verhält.
Zum Glück verlief sich das aber einigermaßen, nur an manchen Stellen musste man um die Leute herum fotografieren, um Bauwerke drauf zu bekommen.
Ich hielt mich etwa 1,5h dort oben auf, dann hatte ich fürs erste genug kaputte Steine und Säulen gesehen. Es sollten ja noch einige folgen…
Der Nordhang war irgendwie geschlossen und den Südhang habe ich nicht in Gänze erwandert, so dass mir eine nähere Besichtigung des dort liegenden „Dionysos Theaters“ entging.
Das wären auch nur wieder ein paar Steine mehr gewesen und ich hatte es ja von oben, also in ganzer Form gesehen, das war mir interessant genug.
Aber alles in allem war es schon sehr sehenswert und imposant, zu welchen großen baulichen Leistungen man schon in früher Vorzeit fähig war!
Für den Rückweg wählte ich den normalen Weg und kam somit am Akropolismuseum vorbei. Wie gut, dass ich ein Ticket habe, dann gehen wir doch da rein – dachte ich mir.
Die Schranke sagte was anderes, nämlich „du kommst hier net rein“ und die Mitarbeiterin, die neben dran stand, sagte das auch und wies mich drauf hin, dass mein Kombiticket hier nicht gültig ist, sondern nur in den aufgeführten Sehenswürdigkeiten. Joa, hätte ich das „Kleingedruckte“ mal vorher gelesen… Also ging ich zur Kasse, kaufte mir für 5€ das eigentliche Ticket und ging wieder zur Schranke. Und wieder bekam die Mitarbeiterin was zu tun, nämlich mir zu sagen, dass ich den Rucksack nicht mit rein nehmen darf.
Also gab ich den eben auch noch ab (kostenlos), bevor ich im 3. Anlauf endlich durch die Kontrolle kam.
Zu sehen gab’s dann (kaputte) Steine, Statuen, Säulen und alles was so auf der Akropolis gefunden bzw. geischert wurde. Und auch hier las ich mir nicht jede einzelne Beschreibung durch, sondern ging nur an den Exponaten vorbei.
Durch die Schmach, dass das Ticket hier nicht galt, hatte ich Blut geleckt und wollte so viele der enthaltenen Möglichkeiten abklappern wie möglich.
Also stand als nächstes der Tempel des Zeus auf dem Programm. Da stehen zwar nur noch ein paar Säulen und eine liegt dekorativ schön angerichtet auf dem Boden, aber ich konnte ein Häkchen auf mein Ticket setzen. *check*
Bei meinen Vorab-Recherchen hatte ich erfahren, dass es in Athen ein Hard Rock Café gibt. In der Hoffnung, dass es dort nicht ganz so teuer ist (die Preise vom HRC in Baku werden wohl von keinem europäischen unterboten), hatte ich mir vorgenommen, den Nacho Auflauf dort zu essen.
Der Weg zum HRC führte mich durch enge Gassen mit kleinen Shops und Geschäften, in denen es alles mögliche gab: vom (gebrauchten?) Kochtopf, über die typischen nachgemachten Trikots (manche waren so verblasst, der entsprechende Spieler ist wsl schon lange nicht mehr beim Verein des Trikots tätig) bis hin zu allen erdenklichen Souvenirs. In einer solchen engen Gasse hätte ich kein HRC vermutet, es war aber dort. Nachdem ich mich am „Empfang“ angemeldet hatte, bekam ich Zugang und von meinem gewählten Platz sah ich direkt auf den Schaukasten mit einer Brille von Nana Mouskouri. Haha, wie das passte. Was NM aber mit Hard Rock zu tun hat, ist die andere Frage.  Winken
Ich bestellte mir also den herrlichen Auflauf (11,95€, aber ich hatte noch zusätzlich Guacamole dazu bestellt für 2,20€) und eine Cola (2,90€), als mein Blick auf einen Flyer vor mir auf dem Tisch fiel: Carneval Events! Zeitgleich fiel mir auf, dass auch Girlanden und Luftschlangen aufgehängt waren – und dafür flüchtet man, das hätte man zeitgleich auch zu Hause haben können!
Naja, ich ließ mir davon die Laune und den Appetit nicht verderben und erfreute mich an dem leckeren Mahl!
Es sollte auch nicht die einzige Karnevalsdeko in diesen Tagen gewesen sein…
Mein Verdauungsspaziergang führte mich danach mehr oder weniger zufällig zum Syntagma Square, wo ich noch ein wenig den „Puschelwachen“ am Parlament zuguckte.
Bei deren Gang musste ich unweigerlich an den „Silly Walk“ von John Cleese denken…
Außerdem fand ich es witzig anzusehen wie der „Aufpassersoldat“ seine Kameraden richtig schob oder ihnen den Schweiß abwischte, wenn diese sich mit einem Aufstoßen des Gewehrkolbens bemerkbar machten. Sie taten mir aber schon ein wenig leid, denn sie mussten genau in die untergehende Sonne schauen, das ist bestimmt nicht angenehm.
Da es noch zu früh war, um zum Hotel zurück zu gehen, stromerte ich noch ein wenig durch die Straßen, unter anderem auf der Suche nach einem Supermarkt. Doch leider war keiner zu finden, alls was mir maps.me vorschlug, entpuppte sich als Feinkost- oder Bioladen, nicht unbedingt das, was ich suchte.
Stattdessen fand ich ein Postamt, welches bis 20.30h geöffnet hatte, so dass ich meine 3 traditionellen Postkarten schon nach Hause abschicken konnte (Stand 07.03.: Sie sind noch nicht da).
Anschließend war es schon dunkel draußen und es wurde auch etwas frischer (die Jacke hatte ich immer noch umgebunden), also alles in allem ein Grund, um zum Hotel zurück zu kehren.
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Danke von: oecher
#3
02.03.  Tag 2

Heute „traute“ ich mich an die kleinen Pancakes beim Frühstück: ein Gedicht! Am liebsten hätte ich mir die ganze Platte an den Platz geholt…
Als erstes sollte es heute zum historischen Panathinaiko Stadion gehen.
Da ich am Syntagma Platz zur Metro musste, schaute ich grad mal noch, was die „Puschelmänner“ vorm Parlament machen. und siehe da, es kamen gerade 2 angestorcht. Gutes Timing!
Ich fuhr mit der Metro bis zur Station „ΣΤ.ΕΥΑΓΓΕΛΙΣΜΟΥ“ (auf deutsch: Evengelismos) von wo aus es, wenn man um die nächste Straßenecke bog, ca. 800m schnugerade bis zum Stadion geht. Da man sich auf dieser Strecke nicht viel verfahren konnte, wartete ich an der nächsten Bushaltestelle auf einen Bus (ich konnte auf dem Fahrplan die Station „ΣΤΑΔΙΟ“ entziffern, die dem Stadion direkt gegenüber lag) und lies mich hinfahren.
Der Eintritt zum Stadion war nicht in meinem Kombiticket enthalten (das wusste ich aber) und ich überlegte, ob ich die 5€ investieren sollte.
Von außen sah man zwar das meiste, wenngleich man nicht direkt bis dran kam, weil der Vorplatz weiträumig mit einem Seil abgesperrt war, aber es hätte ja sein können, dass man auch was von den Katakomben sieht, also kaufte ich mir ein Ticket.
Als ich das sonnige Oval betrat, krempelte ich mir zuerst die Hosenbeine hoch, denn es war ganz schön warm in der Sonne. Deshalb ersparte ich mir auch das Erklimmen der Ränge bis ganz oben und stieg nur bis zur Hälfte. Viel mehr hätte man von oben wsl auch nicht gesehen.
Joa, viel Katakomben gabs dann nicht, nur eine kleine Ausstellung im Inneren mit Plakaten vergangener Olympiaden und einiger Olympia-Fakeln. War aber ganz interessant anzusehen.
Man hätte sich kostenlos einen Audioguide ausleihen können, aber diese „Telefonhörer“ sind irgendwie nicht mein Ding. Außerdem habe ich keine Geduld, um mir das alles anzuhören.
Danach wollte ich hoch hinaus und machte mich auf den Weg zum Schrägaufzug, der zum „Lykabettos“ Berg führt.
Weil man bei solchen Touren ja genug läuft, wollte ich wenigstens einen Teil dorthin mit dem Bus fahren, also stieg ich in den nächsten vorm Stadion ein, in der Hoffnung, dass er mich meinem Ziel ein wenig näher bringt. Dem war leider nicht so, denn der Bus bog 2m später rechts ab und fuhr in eine für mich völlig unbrauchbare Richtung. Also stieg ich wieder aus und lief bis zur Bushaltestelle an der Evangelismos-Metrostation. Dort setzte ich mich auf die Mauer und googelmapte, wie ich am besten zum Schrägaufzug komme. Während ich da saß, wurde ich von einer Frau gefragt, ob das der Weg zum Schrägaufzug sei. Ich musste lachen und teilte ihr mit, dass ich den Weg auch gerade suche. Wir fragten die anderen Leute an der Bushaltestelle und bekamen zu hören, dass wir laufen müssen. Also machten wir uns zusammen auf den Weg. maps.me zeigte 25min (auch noch 2m davor), was an sich kein Problem gewesen wäre, hätte man nicht vor der Talstation etwa 200 Stufen erklimmen müssen. Völlig kaputt kamen wir dann dort an. Zum Glück sah ich an der Kasse den Hinweis auf booking.com und da fiel mir ein, dass ich von denen ja einen Rabatt-QR-Code bekommen hatte. Schnell suchte ich die E-Mail heraus und so zahlte ich statt 7,50€ nur 6,75€ – immerhin.
Um nicht Gefahr zu laufen, wieder mit der Dame ins Gespräch zu kommen (soooo gut ist mein Englisch nicht, als dass ich Unterhaltungen führen könnte, außerdem hab ichs auch nicht so mit fremden Leuten… Winken ), setzte ich mich gleich an der Bergstation ab und machte wieder mein eigenes Ding.
Man hat von da oben eine wunderbare Rundumsicht auf Athen. Leider musste man diese mit etlichen anderen Leuten teilen, so dass Panoramafotos nicht wirklich schön wurden und zuviele Köpfe im Vordergrund haben.
Mit dem nächsten Aufzug eine halbe Stunde später fuhr ich wieder runter, um mich auf den Weg zur „(Antiken) Agora“  zu machen. Dort wars gut, dass ich mein Kombiticket hatte, denn damit konnte ich an der Schlange an der Kasse vorbei gehen und wurde separat gescannt.
Zu sehen gabs wieder Ruinen, Steine, Säulen und in einem Museum einige Ausgrabungsgegenstände wie Schuhe, Töpfe, Haarspangen, usw. usf.
Etwa eine Stunde hielt ich mich dort auf, dann fuhr ich mit der Metro bis zur Endstation in Piräus. Dort, so hatte ich im Reiseführer gelesen, fährt die Linie 904 einmal um die Landzunge herum und man sieht Schiffe und Meer/mehr. Das wollte ich natürlich machen und nach meinen üblichen Orientierungsschwieirgkeiten fand ich (dank der App „Moovit“ und GPS) die Haltestelle der Linie. Es war wirklich eine sehr schöne Rundfahrt.
Ausgestiegen bin ich, trotz dass im Reiseführer ein paar Stationen genannt waren, nicht. Irgendwie war ich an dem Nachmittag zu faul. Außerdem hatte sich auch inzwischen die Sonne hinter ein paar Wolken verkrochen.
Da ich auf dem Hinweg an der vorletzten Metro-Station das Stadion von Olympiacos Piräus passiert hatte, stieg ich auf dem Rückweg dort aus und lief etwas drum herum und dran vorbei, in der Hoffnung, irgendwo einen Blick ins Innere werfen zu können. Leider blieb mir nur ein Blick durch einen Spalt von einem Tor und da das nicht so ergiebig war, ging ich nochmal zur Metro zurück (die sich direkt am Stadion befindet). Dabei kam ich an einem Denkmal vorbei, dass sich dem schwersten Stadionunglück in der griech. Fußball- Geschichte widmet: Karaiskakis Stadion Disaster
Auf dem Weg zurück in die Stadt hatte ich Lust auf ein Shopping-Center, weil es dort meistens einen Supermarkt und kostenlose Toiletten gibt. Ich hatte vorher beim googeln zufällig eins (Athens Heart Mall) gefunden und so stieg ich an der nahe gelegensten Metrostation aus und navigierte mich dorthin.
Ich fand sowhohl endlich einen Supermarkt, als auch eine kostenlose Toilette vor und saß dann noch eine zeitlang auf ner Bank und schaute dem Treiben zu, bevor ich mich auf den endgültigen Rückweg machte.
Da ich via Metro wieder 1x hätte umsteigen müssen, guckte ich mal auf „Moovit“ nach, wie’s bei den Bussen aussieht. Und siehe da, die Linie, die direkt vorm Center abfuhr, wäre bis an mein gewünschtes Ziel durchgefahren. Nachdem ich anscheinend etwas ratlos auf der Straße herum stand, wurde ich auf griechisch angesprochen. Ich don´t understandete und schwups sprach die Dame englisch. Ehrlich gesagt, hätte ich ihr das gar nicht zugetraut (sie sah leicht „floddermäßig“ aus), aber sie sprach´s besser wie ich. Sie erklärte mir, dass ich zum Bus auf die andere Seite gehen müsse, könne aber auch zur Metro gehen.
Da ich das ja vermeiden wollte, ging ich auf die andere Straßenseite zur Bushaltestelle. Ich musste tatsächlich nur 2 Minuten warten, als schon der richtige Bus kam – aber einfach vorbei fuhr. Arsch!
Also ging ich eben doch zur Metro zurück.
Somit war auch ein weiterer ereignisreicher Tag zu Ende.
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Danke von: oecher
#4
03.03.  Tag 3 und Heimreise am 04.03.

Erste Station war heute die „Römische Agora“. Ich hielt der Dame im Kontrollhäuschen mein Kombiticket unter die Nase, wurde dieses mal aber nicht gescannt, sondern ich bekam eine separate Eintrittskarte in die Hand gedrückt.
Das Gelände ist nicht allzu groß, man bzw. ich ist also schnell durch. Es gibt dort in einem Gebäude noch eine Fotoausstellung von dt. Soldaten während ihrer Kampfeinsätze in Athen im 2. Weltkrieg. Fand ich sowohl interessant, als auch mal wieder zum Kopfschütteln wegen der Sinnlosigkeit von Kriegen und der Überheblichkeit von Staaten untereinander.
Last, but not least war dann noch die „Hadriansbibliothek“ mit meinem Ticket dran.
Doch „leider“ war der Eintritt dort an diesem Tag frei. Toll, ich hätte ihn gerne „bezahlt“, mit meinem Kombiticket.
Ich bekam aber trotzdem eine separate Eintrittskarte ausgedruckt, auf der der Betrag 0,00€ stand. Später fiel mir auf, dass es so auf der Karte der röm. Agora ebenfalls stand. War dort der Eintritt an diesem Tag etwa auch frei?
Danach war ich an und für sich fertig war mit meinem Programm. Also schaute ich mal, was der Booking.com Code noch an interessanten Vergünstigungen anbot.
Das Illusionsmuseum schien interessant und so navigierte ich mich dahin. D.h. ich wollte. Ausnahmsweise hatte ich dazu mal mein Haupthandy in der Hand (normal nutze ich dazu ein anderes, weil das besser in die Hosentasche passt) und da kam eine Whatsapp Nachricht meiner Mutter, was denn am Athener Parlament los sei, da würden ja so viele Leute anstehen. Erst dachte ich an eine Demo, dann fiel mir ein, es ist ja gleich 11h, also ist das die Wachablösung, die sie da auf der Webcam sah. Ich war hin und her gerissen, ob ich mich ärgern soll, nicht dort zu sein, andererseits hatte ich die Puschelmänner ja schon in Bewegung gesehen, wenn auch nicht das ganze Regiment.
Ich öffnete aus Neugier dann doch auch mal die Webcam-HP und je mehr wir schrieben, desto neugieriger wurde ich und entschloss mich, kehrt zu machen und zum Parlament zu laufen.
Lt. maps.me waren’s nur 800m, aber entgegen dem Strom durch die Fußgängerzone, in der ich mich gerade befand. Es ging zwar besser als erwartet, trotzdem kam mir kurz vorm Ziel die sich auflösende Menge entgegen. Mist.
Mutter fragte noch, wo ich mich jetzt vorm Parlament befinde und wir machten eine ihr sichtbare Position aus, so dass sie mich via Webcam sehen konnte.  Auf das winken verzichtete ich aber, erstens wusste ich nicht genau in welche Richtung, zweitens stand da grad ein Polizeiauto, das war mir dann auch nicht recht und drittens hatte ich die Befürchtung, dass ein Taxi anhält, wenn ich winke.  Sehr glcklich
Wir schrieben noch ein wenig hin und her, als plötzlich ein Fanfarenzug von der anderen Straßenseite her auf den Vorplatz kam, gefolgt von ein paar Damen und Herren in Trachten, die Herren mit Standarten und einer großen Menge formell gekleideter Damen und Herren. Sie formierten sich alle im großen Halbrund auf dem Vorplatz und als alle aufgestellt waren, begann ein Herr am Rande de Platzes was via Mikrophon vorzulesen (es waren wohl Namen), woraufhin jemand aus der Gruppe vortrat, einen blau weißen Kranz bekam und diesen am „Grabmal des unbekannten Soldaten“ abstellte.
Nachdem etwa 10 Kränze aufgestellt waren, spielte der Fanfarenzug noch was in Moll und dann löste sich die Aufstellung auf.
Man stellte sich noch zu Gruppenfotos zusammen und währenddessen schob der Aufpassersoldat die Menge wieder ein Stück nach hinten, um Platz vorm Wachplatz zu schaffen. Dann kamen 3 Wachsoldaten an, führten ihre Zeremonie durch, bei der 2 Soldaten ihre Kollegen ablösten und der 3. Wachsoldat die beiden bisherigen abholte und mit zur Baracke nahm. Dann hatte sich der spontane Weg zum Parlament ja doch noch gelohnt! Sehr glcklich
Allerdings hatte ich inzwischen keine Lust mehr auf das Museum und spazierte danach einfach mal drauf los. Bis ich dann in einer weniger schönen Gegend ankam und ich lieber die nächste Metro Station ansteuerte. Da ich gegen 15h ins Hotel wollte, um meine Sachen abzulegen und eine kleine Pause zu machen, bevor ich mich um 17h auf den Weg zum Stadion machen wollte (Panathinaikos vs. PAOK Saloniki), war die restliche Zeit nicht wahnsinnig produktiv. Ich fuhr per Metro und Bus ein wenig hier hin und ein wenig da hin, bevor ich also zum Hotel ging.
Kurz vorm Hotel befand sich ein Kebap- und Burgerimbiss, bei dem ich noch einen vegetarischen Burger mit Pommes aß. Als ich ankam, lief gerade Ingolstadt-Köln auf einem TV, wurde aber kurz darauf umgeschaltet auf ein greich. Spiel.
Im Hotel lud ich dann das Handy für den restlichen Tag auf, uppte schon mal ein paar Bilder hoch in die Dropbox, las ein paar Seiten und schon wars Zeit, aufzubrechen.
Da ich nicht wusste, wie die Sicherheitskontrolle am Stadion ist – ich hatte einen Bericht gelesen, bei dem der Schreibers erst in der 42. Minute im Stadion war, weil außerdem Name und Passnummer mit den Tickets abgeglichen wurden – lies ich den Rucksack im Hotel und nahm nur Handy und Geldbeutel mit, außerdem hoffte ich, wenn ich so kurz vor 18h am Stadion bin, dass das ausreicht.
Jo, vorm Stadion sah ich dann etliche Leute mit Rucksack, es wäre also kein Problem gewesen (hätte mich auch gewundert) und großartig kontrolliert wurden am Eingang weder ich, noch mein Ticket. Also mal wieder zu früh dran. Und dummerweise wars heute Abend ziemlich kühl und recht windig (Mütze und Kniestrümpfe, die ich extra mitgenommen hatte, falls es kalt wird, lagen natürlich im Hotel).
Am Aufgang zum Block gabs dann eine weitere Ticketkontrolle bei der man einzeln durch ein Drehkreuz gelassen wurde, wenn mit dem Ticket alles in Ordnung war.
Dann musste ich noch eine Stunde ausharren in der Hoffnung, nicht schon bis zum Anpfiff erfroren zu sein.
Das gelang mir und auch in den folgenden 90 Minuten erlitt ich keinen Kältetod, auch wenn ich kurz davor war. Winken Und dabei sehnsüchtig auf die Winterjacken, Mützen und Handschuhe meiner Neben- und Vorderleute schielte.
Saloniki ging in der 2. Minute schon in Führung und da keine Gästefans zugelassen waren, ging das recht leise von statten.
Als Tabellenführer hatte Saloniki auch die Nase leicht vorne, Panathinaikos kam nicht wirklich zum Zug und so passte es, dass Saloniki kurz nach der Halbzeit das 2:0 schoss.
Kurz vor Bekanntgabe der 4. Minuten Nachspielzeit schloss ich mich denen an, die schon das Stadion verließen und ging zur Metrostation. Es passierte währenddessen auch nix mehr, es blieb beim 0:2 aus Sicht der Gastgeber.
Die Nacht wurde dann sehr kurz, weil mein Wecker schon um 4.50h ging. Wie immer, wollte ich sehr früh zum Flughafen.
Beim auschecken bekam ich meine bestellte Frühstücks-Lunchbox (wurde mir angeboten, da ich ja vorm Frühstück auschecken musste), die aber leider keine der kleinen Pancakes enthielt…
Da ich den Hinweg mit dem Flughafenbus gefahren bin, wollte ich den Rückweg mit der Metro fahren. Ich hatte ja ein Metroticket – dachte ich mir – und außerdem ist es bequemer als im Bus – auch das war ein Irrtum.
Nachdem ich ein paar Stationen gefahren bin, sah ich den Hinweis, das man vom/zum Flughafen ein Extra-Ticket für 10€ braucht. Da wusste ich auch warum eigentlich der Bus die 1. Wahl ist, denn der kostet 6€.
Also stieg ich an der nächsten Station aus, um mir das Extra-Ticket zu kaufen. Leider musste ich dann wieder 20 min auf die nächste Bahn warten und die war dann auch überfüllt, wie immer.
Bis zum und am Flughafen ging dann auch alles gut.
Zum ersten Mal erlebte ich am Gate ganz gründliches Prüfen, ob das Gepäck auch Ryanair-konform ist. Gefühlt jeder 3. wurde mit seinem Gepäck zum Testbehälter geschickt und jedem 2. wurde noch was zu seinem Gepäck gesagt.
Die Dame wies jedem Priority Inhaber die Bestuhlungsreihe, wo priority seating ist. „Clever“ wie ich bin, nahm ich den dem Eingang nächsten Platz, um dann kurz vorm Boarding festzustellen, dass das ganz hinten und nicht ganz vorne ist.
Ich hatte mich eigentlich auf den Start gefreut, denn er fand, im Gegensatz zur Landung, im Hellen statt und so hoffte ich, die Akropolis von oben zu sehen. Ich bekam zwar noch mit, wie der Flieger zur Startbahn fuhr und fuhr und fuhr und als ich dann das nächste Mal ausm Fenster sah, waren wir schon in der Luft. Ich war also zwischenzeitlich eingeschlafen und das war nicht nur fahren, was ich die ganze Zeit im Unterbewusstsein gehört hatte. Winken
Gespannt war ich, wie der Anflug auf Frankfurt sein wird. Denn die deutschen Wettervorhersagen hatten Sturm angekündigt, weshalb bei den Rosenmontagsumzügen auch einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden, wenn sie nicht sogar auf der Kippe standen.
Es blieb aber ruhig in der Luft, faszinierend anzusehen war allerdings die schwarze „Fusselwolke“, in die wir über dem Rhein-Main-Gebiet rein flogen.
Während der Flieger dann an seine Position fuhr, schüttete es draußen wie aus Eimern! Das legte sich aber zum Glück für den Moment, als es ans aussteigen und umsteigen in den Bus ging.
Am Terminal angekommen, machte ich mich auf den Weg zum Terminal 1, um den Parkplatz wieder zu finden. Da ich die Abfahrtshaltestelle für den Bus nicht fand, fuhr ich mit dem Skytrain rüber. Und dann ging die Sucherei los…
Als ich am Ende des Terminal 1 aus der Tür kam und zum Ende des Gebäudes ging, wo ich den Parkplatz P29 vermutete, stand ich plötzlich vor nem Bauzaun. Shit, was’n hier los?! Allerdings sah die gegenüberliegende Seite nicht so aus, als ich sie vom Anreisetag in Erinnerung hatte. Also war ich falsch. Nochmal zurück ins Terminal und nen neuen Anlauf genommen. Hat auch nicht funktioniert.
Ich wusste aber, der Parkplatz war in der Nähe der Bushaltestelle, von wo der Bus zum Terminal 2 abfährt. Nur den fand ich nicht.
Also habe ich einen Ordner gefragt, wie ich denn zu A0 und P29 käme. Er wies mir zwar eine Richtung, von wo aus ich mit dem Lift nach unten fahren soll und dort stünden weitere Ordner, dort solle ich nochmal fragen.
Gesagt, getan, doch die Dame dort unten meinte auf meine Frage nach P29: „Das weiß ich net, met Parkplätz kenn ich mich net aus“ und machte auch gar keine Anstalten, irgendeine Idee zu haben, wo ich sonst fragen könnte.
Also nochmal zurück und hoch ins Terminal und auf eigene Faust weiter gesucht. Inzwischen hatte ich „im Kleingedruckten“ gesehen, dass ich auch am Terminal 2 abgeholt worden wäre und war schon kurz davor, wieder zurück zu fahren.
Stattdessen ging ich jetzt den gleichen Weg wieder, fuhr allerdings nicht mit dem Lift nach unten, sondern ging geradeaus weiter zum Übergang zu den Bahnhöfen. Dort fragte ich wieder, der nette junge Mann hatte zwar auch keine Ahnung von der Parkplatz-Nummerierung (es war sein 4. Arbeitstag), aber er konnte mir immerhin auf meine 2. Frage, wo denn der Bus zum Terminal 2 abfährt, da es dort in der Nähe sein müsse, antworten und behilflich sein.
Das war direkt unter uns. Also fuhr ich mit der Rolltreppe runter (der Sturmregen, den ich in der Zwischenzeit draußen gesehen hatte, hatte vorübergehend wenigstens aufgehört) und ging entgegen der Fahrtrichtung auf der Busspur meinem erhofften Ziel entgegen. Und ich erreichte es dort tatsächlich! Keine Ahnung welche Gebäudeecke das vorher mit dem Bauzaun war. Hier stand jedenfalls keiner.
Es dauerte dann auch keine 5 Minuten als der Shuttlebus schon kam. Als ich einstieg fragte mich der Fahrer, ob ich mit Ryanair gekommen sei. Ich bejahte und er wollte gerade was erwidern, aber da ich wusste, was kommt, gab ich zu, zu spät gelesen zu haben, dass ich auch an Terminal 2 hätte einsteigen können. Naja, beim nächsten Mal weiß ich es.
Im Parkhaus ging ich dann die Treppe zur Ebene 1 hoch, weil diese mir direkt ins Auge fiel, als ich das gebäude betrat. Ich nahm an, auf Ebene 1 gibt es dann ne weitere Treppe, die zu Ebene 2 führt, wo mein Auto steht. Die gab es nicht und die Auffahrt war mittels Absperrband gesperrt (wollte dann nicht mitm Koffer drüber oder drunter durch krabbeln), aber direkt daneben war ein Treppenhaus (an der Kopfseite des Parkhauses). Fand ich zwar bissel komisch, außen an der Rampe vorbei ein paar Stufen zu nehmen, aber gut. Rein kam ich, aber eins höher nicht raus, denn das Treppenhaus ist nur als Fluchtweg gedacht, die einzige Tür, die nach außen aufgeht, ist die im Erdgeschoss. Also lief ich nochmal das ganze Parkhaus auf dem Bürgersteig entlang (heute hatte ich aber ne Serie!) und traf am Eingang auf den Shuttlefahrer, der mir dann zum zweiten Mal erklären musste, wo es lang geht.
Der Rest bis nach Hause erfolgte dann aber ohne weitere Orientierungsschwierigkeiten…

Fazit:
Ich muss 2 Dinge bekennen: zum einen, hatte ich Griechenland bisher nicht als Traumziel auf meiner Liste stehen, weil es irgendwie automatisch Gedanken an „Strand und Meer“ auslöst, was so gar nicht mein Fall ist. Wenn, dann wäre ohnehin nur Athen wegen den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Frage gekommen.
Und da ich kein passendes Ziel von Hahn aus gefunden habe, war es ein guter Zufall, dass sich Athen „notgedrungen“ ergab. Es ist jetzt keine Stadt, wo ich direkt wieder hin müsste, aber es war auf jeden Fall eine Reise wert!
Bekenntnis Nr. 2: ich habe mir die ganzen Ruinen und Ausgrabungsstätten zwar mit Interesse und Freude angesehen, habe aber keine Ahnung, wer dort mal regiert oder gewohnt hat oder wem sie gewidmet waren. Da hält sich mein geschichtliches Interesse doch arg in Grenzen…
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Danke von: Matz
#5
Ich wollte schon längst mal gesagt haben:

vielen Dank für den ausführlichen, informativen und äußerst amüsanten Reisebericht!

Es ist schön, auch mal was aus anderen Ecken der Welt zu lesen! Sehr glcklich
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Danke von:
#6
Vielen Dank! Smilie

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Danke von:
#7
Danke für deinen tollen Bericht, Gazza!
Ich bin ja immer wieder aufs Neue von dir beeindruckt, wo du so überall alleine hin fährst Sehr glcklich
Ich kanns verstehen, alleine verreisen ist super, aber ich persönlich würde mich nie trauen irgendwo hin zu fahren wo ich mich nicht ausreichend verständigen kann Dizzy
Liebe Grüße von maela  Dizzy

A bad day in London is better than a good day anywhere else
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Danke von:
#8
Danke! Smilie

"Spassig" wird das mit den nicht vorhandenen Sprach- und Lesekenntnissen dann im September in Moskau und St. Petersburg.
Ich werde berichten, wenn ich nicht verloren ging. Sehr glcklich

Gesendet von meinem EML-L29 mit Tapatalk
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Danke von:
#9
@Gazza
Ich habe deinen Bericht Abends im Bett gelesen. Daumen Hoch , sehr gut geschrieben. Finde es toll das du alleine los ziehst, ich selber trau mich das nicht , bin eigentlich immer in Begleitung unterwegs. London mit meiner Frau und Schottland oder Irland mit meinem besten Kumpel. Freu mich schon jetzt auf deinen September Bericht .
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Danke von:
#10
(03.04.2019, 05:45)TG5 schrieb: @Gazza
Ich habe deinen Bericht Abends im Bett gelesen. Daumen Hoch , sehr gut geschrieben. Finde es toll das du alleine los ziehst, ich selber trau mich das nicht , bin eigentlich immer in Begleitung unterwegs. London mit meiner Frau und Schottland oder Irland mit meinem besten Kumpel. Freu mich schon jetzt auf deinen September Bericht .

Danke! Smilie
Och, ich finde das alleine reisen gar nicht so schlimm, aber ich kann mich generell ganz gut mit mir alleine beschäftigen.

Nachdem ich vor Jahren ein paar Konzerte/Veranstaltungen verpasst habe, zu denen ich gerne gegangen wäre, aber irgendwer kurz vorher abgesagt hat oder zulange getrödelt hat, bis es keine Tickets mehr gab, hab ich mir vorgenommen, dass mir das nicht mehr passiert und ich dann eben alleine los ziehe (urlaubstechnisch gabs auch so ne Situation).
Das ziehe ich bis heute durch: wenn jemand zu nem Konzert mit will, kein Ding, solange sich selbst um das Ticket gekümmert wird und man sich vor Ort trifft, bzw. da ich keinen Alkohol trinke und immer fahren kann, mache ich das auch gerne, weil ich dann die Zeiten vorgeben kann bzw. weiß, dass ich auch wirklich hin komme. Winken Ich gehe aber auch nach wie vor überwiegend alleine.
Nur beim Urlaub bleib ich eigen, da gibts keine Kompromisse. Es gibt aber auch zum Glück keinen Gatten, mit dem es Diskussionen angeischts meiner Alleingänge geben könnte. Sehr glcklich Cool
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