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Kleiner Reisebericht aus Belfast (08.-11.02.2018)
#1
Ich platziere den Bericht mit Absicht unter "off topic", da er ja mit London selbst nix zu tun hat. Da ich aber ohnehin für meine HP was schreibe und da Nordirland ja GB und London auch in GB ist, wird da quasi ein Schuh draus, weshalb es annähernd hier ins Forum passt (beschließe ich jetzt einfach mal). Dizzy

Tag 1, Anreise, 08.02.2018: 

Nachdem die Karnevalsflucht 2016 so gut getan hat, ich 2017 zu lange gezögert hatte und mir am Ende die Flüge zu teuer waren, stand 2018 nun Belfast auf dem Plan.
Mit Nordirland fügte sich nun das letzte Teil in mein UK-Irland-Puzzle.
 
Als Kind der 70er ist man ja quasi mit dem Nordirland-Konflikt aufgewachsen, verstanden hat mans zwar nicht (ehrlich gesagt, bin ich heute auch nicht viel weiter, aber sobald Religion in irgendwelchen Kämpfen auftaucht, ist mein Unverständnis noch größer, als mein politisches Desinteresse), aber trotzdem hat sich Belfast eingeprägt als die Stadt, in der Mauern die Katholiken von den Evangelischen (aka Protestanten) trennen – vereinfacht gesagt.
Was man als Kind erst recht nicht verstanden hat, saßen wir doch alle zusammen friedlich nebeneinander in der Klasse, besuchten die gleichen Geschäfte, Vereine, etc.
 
Los ging meine Reise mit einem (vermeintlich) günstigen Flug für 49,98€ von (Frankfurt-)Hahn aus.
Kurz nachdem ich den Flug gebucht hatte, machte Ryanair allerdings die neue Regelung bekannt, dass künftig nur noch mit Priority das größere Handgepäck mit an Bord genommen werden darf und es bei Non-Priority abgegeben werden muss und im Gepäckraum transportiert wird.
Da ich in Dublin aber keine Zeit verlieren wollte, um mein Handgepäck wieder zu bekommen – ich musste ja zum Bus nach Belfast – biss ich halt in den sauren Apfel und buchte Priority hinzu, für 5€ je Strecke.
Doch damit nicht genug, da mir bei der Platzverteilung beim kostenlosen Check-in wenige Tage vorm Flug jeweils ein Mittelplatz „zugelost“ wurde, musste ich wieder in den Geldbeutel greifen und mir für 9€ je Strecke einen Fensterplatz erkaufen. Somit summierte sich das Ganze auf 77,98€.
 
Lt. Plan sollte der Flug um 14:40h in Dublin ankommen, was eine denkbar ungünstige Zeit wäre, denn ich hatte die Wahl zw. 15h und 16h für den Bus nach Belfast – d.h. entweder rennen oder noch unnötig am Flughafen rumsitzen und warten.
Ich buchte vorsichtshalber das Ticket für 16h, fragte aber nach, ob ich damit auch evtl. den 15h Bus nehmen kann, falls ich wider Erwarten früher ankomme. Die positive Antwort kam ziemlich schnell, das sei kein Problem, ich solle dem Fahrer Bescheid sagen und wenn noch Platz ist, kann ich selbstverständlich mitfahren.
Aber ich hatte Glück, die Landung erfolgte schon eine knappe halbe Stunde früher. Im Eiltempo ging es den Weg zur Passkontrolle, wo meine Hoffnung einen leichten Dämpfer bekam, denn dort standen Massen von Menschen an. Ich sah dem Minutenzeiger der Uhr zu, der immer weiter gen 15h marschierte… Aber irgendwie ging es dann doch voran, so dass ich sogar noch schnell auf die Toilette gehen konnte, bevor ich um 14.55h den Busshuttle-Bereich vorm Terminal betrat. Nur wo fährt jetzt mein Bus ab?
Es standen ein paar blaue Aircoach-Busse da, aber auf keinem stand Belfast. Sollte der schon weg sein? Ich fragte einen der dort stehenden Fahrer, ob das auch die Abfahrtszone für Belfast sei und er teilte mir mit, dass der Bus in a few minutes käme.
So war es dann auch, aber ich kam gar nicht dazu, meinen Satz, ob ich auch mit dem 4h-Ticket mitfahren könne, zu Ende zu sagen, ich wurde quasi während dem minimal kurzen Stopp in den Bus gewunken. Es gelang mir gerade noch im letzten Moment, eine Getränkeflasche aus dem Trolley zu ziehen, bevor ich den in den Kofferraum legte.
Der Bus war sehr spärlich besetzt, ich hatte also alles in allem Glück gehabt, denn somit kam ich auch eine Stunde früher in Belfast an und konnte mich schon mal ein bisschen umsehen.
 
Die nicht ganz 2-stündige Fahrt war relativ unspektakulär und auch den Grenzübertritt hat man nicht gemerkt. Irgendwann fiel mir auf, dass die "englischen" Kfz-Kennzeichen in der Überzahl waren, woraus ich schloss, dass wir nun in Nordirland sind.
 
Das Europa Bus Centre in Belfast, wohin der Bus fuhr, lag nur einen Katzensprung von meinem Hotel entfernt, so dass ich mich da mit Google Maps schnell hin navigierte (nachdem ich festgestellt hatte, dass ich vergessen habe, mir bei maps.me die Karte von Belfast herunter zu laden).
 
Ich hatte das Etap Hotel gebucht. Zwar war ich etwas skeptisch, da ich die Zimmer von meinem bisher einzigen Aufenthalt in einem Etap Hotel (in Mülheim-Kärlich) als ziemlich spartanisch in Erinnerung hatte, die Bewertungen bzgl. der Partymeile rund um das Belfaster Hotel taten ihr Übriges, aber preislich war das Hotel das günstigste, dass so nahe zur Stadtmitte lag. Einzig die Travellodge wäre noch ein paar Euro günstiger und ein paar Meter näher gewesen, allerdings gab es dort kein kostenloses Wlan. Und Roaming hin oder her, aber kein Wlan, keine Buchung.
 
Meine Skepsis war unbegründet, ich wurde positiv überrascht, in allen Belangen. Zwar war das Zimmer nur zweckmäßig ausgestattet, aber für den 3-nächtigen Aufenthalt hat es völlig gereicht. Bei einem längeren Aufenthalt hätte man wohl Platzprobleme mit dem Koffer bzw. den Klamotten bekommen, da es keinen Schrank gibt, aber der kleine Trolley passte genau auf den Kofferständer und da ich das Zimmer ja für mich alleine hatte, störte der auch nicht auf der anderen Bettseite. Der Abstand zw. Fußende und Wand betrug zwar nur geschätzte 50cm, aber das reichte um durch zu gehen.
Was als Alleinnutzer in diesen Zimmern auch nicht stört ist, dass die Toilettentür nur eine unten offene „Saloon-Schwingtür“ ist und die Dusche auch nur durch eine Milchglastür vom restl. Zimmer abgetrennt ist. D.h. wenn man aus der Dusche kommt, steht man quasi direkt in dem Bereich vorm Bett.
Auch hatte ich Glück und war auf der ruhigen Seite des Hotels untergebracht (Zimmer Nr. 426), denn von der benachbarten Disko war nix zu hören. Ob das an den schlechten Ohren liegt, die mir nachgesagt werden oder an dem doppelten Fenster (dessen Zwischenraum ich als Kühlschrank nutze), sei mal dahin gestellt… Winken
Und was mir auch noch äußerst positiv auffiel: das Rollo war wunderbar verdunkelnd (dafür beleuchtete die Uhranzeige am TV das Zimmer taghell) und die Toilette hatte eine „richtige“ Spülung (also keine dieser komischen englischen mit dem Knopf oder dem Hebel an der Wand, bei dessen Betätigung ein Rinnsal Wasser kommt, sondern einen Wandspülkasten mit einer Spar- und einer Vollspülung, bei denen das Wasser mit dem Druck kommt, wie man es in D. gewohnt ist).
Positiv sei außerdem zu erwähnen, dass es im Foyer (das allerdings eher einen Hostel-Eindruck machte – bunte Stühle und ein Tischfußball verliehen einen jugendlichen Touch) eine Kaffe-/Tee- und Saftbar gab, an deren Automaten man sich rd. um die Uhr mit kostenlosen Getränken versorgen konnte. Wie herrlich sogar Tee schmeckt, wenn man sich den ganzen Tag draußen den A… abgefroren hat!
Allerdings muss ich hier auch den einzigen Minuspunkt vergeben, denn da hier auch das Frühstück stattfand, waren die To-Go-Becher auch Frühstücksgeschirr. An und für sich ist es mir egal, ob ich aus Pappbecher oder Porzellan trinke, da fürs Frühstück aber Porzellanteller und Schüsseln aufgestellt wurden, hätte man wenigstens für diese Getränke aus Umweltschutzgründen auch normale Tassen verwenden können.
 
Nachdem ich mein Zimmer bezogen, die Belfast-Karte übers Wlan herunter geladen hatte, machte ich mich auf zur ersten Erkundung der näheren Umgebung.
Der erste Weg führte mich zur nur wenigen 100 Metern entfernten „Grand National Opera“, wo ich für Samstag 10:30h eine Führung gebucht hatte.
Direkt daneben befindet sich auch das Europa Bus Centre, aber als ich eine Stunde zuvor dort ausgestiegen war, war mir die Oper noch nicht aufgefallen.
Wohl aber das Hotel Europa, dem ich bis zum schreiben dieses Berichts keine große Bedeutung beigemessen habe.
Eigentlich wollte ich mir nur die Preisklasse ansehen, staunte dann über diesen Wiki-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Europa_Hotel,_Belfast
Von einem Bombenanschlag erfuhr ich bei der Opernführung, da man an deren Schluss an verschiedenen Schautafeln vorbei kommt und eine befasst sich mit einer Zerstörung von 1993, die von dem Anschlag auf das Hotel ausgelöst wurde.
Hier noch ein sehr interessanter Bericht über das Hotel: https://www.irishtimes.com/life-and-styl...-1.2901861
Wahnsinn!

Von da aus führte mich mein Abendrundgang zur „City Hall“, welche quasi inmitten des Donegall Squares liegt, dem Dreh- und Angelpunkt aller Buslinien.
Wirklich zu was Nutze war der frühe Abend ja nicht mehr und so schloss ich meine erste Bestandsaufnahme nach ein paar weiteren Straßen ab und spazierte zurück zum Hotel.
Nicht aber, ohne mich vorher bei Boots und Tesco noch mit was zu essen und zu trinken versorgt zu haben.
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#2
Tag 2, 09.02.2018:

Nachdem ich gefrühstückt hatte, machte ich mich auf den Weg zum Donegall Sq, wo ich bei der Tourist Information meine Tageskarte für 3,70GBP (off peak Preis ab 9:30h) kaufte.
Erstaunt war ich darüber, dass das keine richtige Fahrkarte oder Pappkarte wie in London ist, sondern ein einfacher Quittungsstreifen auf Papier.
Ich fühlte mich gut in der Zeit, deshalb suchte ich auch noch schnell die nächste Post auf, um meine ebenfalls in der Tourist Information gekauften Postkarten schon mal auf den Weg zu bringen.
 
Die erste Fahrt führte mich dann mit den rosafarbenen (!) Bussen (es war sogar ein Doppeldecker und ich saß in der Loge, oben, ganz vorne) zum Crumlin Road Gaol, (bzw. falls der Link down ist: http://visitbelfast.com/things-to-do/mem...-road-gaol) einem ehem. Gefängnis, das heute Möglichkeiten für die unterschiedlichsten Anlässe bietet. Ich hatte für 11:30h eine Tour gebucht.
Da ich zu früh dort war – ich konnte die Fahrzeit und das Finden der richtigen Haltestelle nicht einschätzen, deshalb bin ich lieber früher gestartet – wärmte ich mich noch im Café bei einer heißen Schokolade auf.
Zwar schien wunderbar die Sonne, aber es wehte ein eisiger Wind.
Anschließend zeigte ich mein online Ticket an der Kasse vor, welches dann gegen ein goldfarbenes Papierarmband getauscht wurde.

Startpunkt der Tour war im kleinen Museum, wo man sich noch ein paar weitere Minuten aufwärmen konnte. Vom Vortrag während der Tour habe ich dann wie immer kaum was verstanden (als schriftlicher Text wäre es hilfreicher), weshalb sich solche Touren dann stellenweise etwas in die Länge ziehen, wenn man längere Zeit an einer Stelle steht und der Guide erzählt und erzählt, man sich aber in der Zwischenzeit schon alles angesehen hat... Aber das Gebäude war auch ohne Text interessant.
 
Da ich auf der Hinfahrt am „Albert Memorial Clock Tower“ vorbei gekommen bin, wollte ich auf dem Rückweg eigentlich dort aussteigen, um den Turm zu betrachten, allerdings fuhr ich mit einer anderen Linie zurück, dessen Strecke woanders entlang führte. Also stieg ich am Donegall Sq wieder in den anderen Bus und fuhr nochmal los. Da ich die richtige, bzw. nächste Haltestelle zum Turm aber verpasste – was ich aber erst merkte, als es zu spät war, ich weiß ja nicht, wo die Haltestellen liegen – musste ich nochmal ein paar Meter zurück laufen. Was aber nicht weiter schlimm war, denn von dieser Seite sah ich auch, dass der Turm leicht zu einer Seite geneigt ist. Was ich allerdings für eine optische Täuschung hielt, bevor ich es hier gelesen habe: https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Mem...lock_Tower
 
Was ich unbedingt in Belfast sehen wollte, war das Trockendock der Titanic.
Nicht, weil mich die Titanic und deren Mythos interessiert – ganz im Gegenteil, nämlich gar nicht – sondern weil ich das Becken auf den Fotos so unfassbar groß fand.
Allerdings galt es dann mal wieder die Hürde Bus zu nehmen, sprich erstmal die entsprechende/n Linie/n und deren Haltestelle/n zu finden, um dann aus eigener Dummheit mal wieder 3 Busse passieren zu lassen, bevor mir nach 45min einer genehm war. Zum Glück stand ich in der Bushaltestelle ziemlich windgeschützt.
Die Kopfseite des Beckens war zwar von einer Baustelle umgeben, die auch das Pumpenhaus betraf und ein Sichtschutz sollte vor kostenlosen (Ein-)Blicken schützen, aber da sich eine Lücke in diesem Sichtschutz bot, konnte ich trotzdem (m)ein Foto dieses Beckens machen und mir somit die 5 GBP Eintritt sparen. Außerdem war dort wie gesagt eine laufende Baustelle ums Pumpenhaus, so dass ich mir auch nicht so sicher war, ob überhaupt geöffnet ist und wo inmitten der Bauzäune der Eingang sein soll.
Ich weiß nicht, obs am gefallenen Pfund liegt oder ob Belfast generell nicht so teuer ist, aber im Großen und Ganzen fand ich die Eintrittspreise noch sehr human.
 
Daher machte ich mich in der sonnigen Kälte auf den Weg zum neuen Titanic-Museum, welches sich in etwa 1km Entfernung vom Dock befindet. Auf dem Weg dahin, kam ich noch an „Samson & Goliath“ vorbei, den beiden großen, gelben, weithin sichtbaren Kränen.
 
Als ich dann am Museum ankam, stellte ich schnell fest, dass es auch teuer geht, was die Eintrittspreise betrifft, denn 18 GBP war dann doch wieder ne andere Hausnummer.
So imposant der Bau auch ist und so umfangreich das Museum auch sein mag, aber das war mir alles keine 18 GBP wert. Dafür kann ich dem Hype um das Schiff einfach zu wenig abgewinnen.
Deshalb wärmte ich mich nur mal wieder im Foyer auf und suchte noch die Toilette auf, bevor ich mich wieder auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle machte.

Ich fuhr wieder bis zum Dreh- und Angelpunkt am Donegall Sq, wo ich mich von Haltestelle zu Haltestelle arbeitete, um die Linie zu finden, die mich irgendwo an die Peace Walls bringen sollte. (siehe auch: http://www.peacewall-archive.net/)
Für einen Museumsbesuch reichte die Zeit nicht mehr, die gingen langsam ihrer Schließung zu, bei den Mauern ist es ja egal.
Ich fuhr bis zur Shankill Road, in der ich dann auch an diesem Denkmal vorbei kam  und lief die Conway Street runter, bis ich auf die lange Mauer entlang des Cupar Ways stieß. Unterwegs kam ich auch an ein paar Häusern mit politischer „Fasadenmalerei“ vorbei.
Ich bog nach links ab, weil ich vorhatte, das Ende der Mauer zu erreichen um zu sehen, wie es dahinter aussieht. Ich passierte ein Tor und nach einem Zwischenraum ein zweites, das Ende der Mauer, so wie ich es mir vorgestellt hatte, gab es aber nicht, denn sie endete an einem Gebäude. D.h. ich hätte dort nochmal ein Carré umrunden und ein Wohnviertel durchqueren müssen, um die Rückseite der Mauer sehen zu können. Dafür wars mir aber zu kalt, da sich langsam aber sicher auch die Sonne zur Nacht begab.
 
Ich marschierte also zur nächsten Bushaltestelle, von wo aus ich wieder zur Innenstadt zurück fuhr.
Dort war ein M&S meine nächste Anlaufstelle, zum Aufwärmen und zum Toilette aufsuchen. Zum erweiterten Aufwärmen und auch zum Handy laden nahm ich noch mit einem heißen Kakao im Restaurant Platz und schmiedete den Plan für den nächsten Tag.
Anschließend führte mich mein Weg nochmal zu Boots (Meal Deal und die weltbeste Handcreme kaufen), bevor ich schon um 18h wieder im Hotel war. Ich hatte keine Lust mehr zu frieren. Ich zapfte mir noch einen Tee im Foyer und verbrachte den Rest des Abends auftauend im Zimmer.
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#3
Ich bin gespannt auf die nächste Runde  Smilie 

Habe schon einiges dazugelernt, dass es in Belfast eine Mauer gibt, war mir neu Blush   Das Titanic-Museum hätte ich mir aber auf jeden Fall angeschaut, ich bin zwar absolut kein Fan des Films , aber die Geschichte des Schiffes und dessen Ende geht mir jedoch unter die Haut.
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#4
Sehr schöner Bericht!
Das TitanicMuseum hätte ich mir auch angeschaut Smilie
Was ist denn die weltbeste Handcreme, die es bei Boots gibt? Cool
Liebe Grüße von maela  Dizzy

A bad day in London is better than a good day anywhere else
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#5
(13.02.2018, 23:56)maela schrieb: Was ist denn die weltbeste Handcreme, die es bei Boots gibt?  Cool

Diese:
[Bild: 10145119?id=-Klmv1&fmt=jpg&fit=constrain...04&hei=548]

Riecht nach nix und zieht schnell ein. Hab mir 4 Tuben auf Vorrat mitgenommen. Man weiß ja nicht, wann man wieder auf die Insel kommt (habe noch eine angebrochene, die ich mal in London gekauft habe). Sehr glcklich
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#6
Zwischenfrage: Du hattest kein Problem, die Tuben im Handgepäck mitzunehmen? Gilt doch auch als "Flüssigkeit", oder?

Ich möchte mir nämlich nächstes mal Kopfschmerztabletten aus London mitnehmen, Ibuprofen Liquid Capsules ( die schlucken sich so leicht ), allerdings steckt die "Flüssigkeit" ja schon im Namen. Daher frage ich mich, ob ich sowas überhaupt im Handgepäck mitnehmen darf?!
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#7
Ich war zwar skeptisch, was die denn bei der Kontrolle sagen, wenn ich in meinem Flüssigkeitsbeutel 3 Tuben Handcreme habe (1 habe ich noch am Flughafen im Duty Free gekauft) und hab deswegen schon nen fast leeren Deoroller und ne Minireisetube Creme im Hotel entsorgt, um Platz zu schaffen, aber da hat sich kein Mensch dran gestört.
Und auch, dass ich aus Versehen noch Labello und Nasenspray außerhalb des Tütchens (in der Jacken- und Umhängetasche) transportiert habe, fiel nicht auf.
Nur 2 leere 0,5er Pfandflaschen, die ich auf dem Hinweg im Duty Free gekauft hatte, hab ich mich nicht getraut mit zurück zu nehmen.

Zusätzlich habe ich noch "gebangt", ob ich meine 3 Packungen Paracetamol/Ibuprofen durchkriege, die ich im Tesco und Boots gekauft habe, weil ich nicht weiß, was da als normale Bedarfsmenge gezählt wird und wie das bei der Aus- und Einfuhr ausländischer Medikamente geregelt ist, aber auch das hat überhaupt keinen gejuckt. Hätte ich auch nochn 4. Päckchen mitnehmen können. Sehr glcklich 

Medikamente, die man während des Fluges braucht, können ja auch außerhalb des Beutels mitgenommen werden, also zusätzlich. Ob man da jetzt ein Attest braucht, weiß ich nicht, genauso wenig, ob man diese Liquid Capsules dafür geltend machen könnte.
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#8
Tag 3, 10.02.2018:

Für Samstag waren zwar ein paar Grad mehr, aber auch Regen gemeldet und tatsächlich war das äußere Fenster naß, als ich das Rollo hoch zog. Na super.
Während ich frühstückte, konnte ich auch noch Schneeschauer beobachten – ich wäre also am liebsten im Zimmer geblieben.
Aber es half ja nix und da ich gestern festgestellt hatte, dass die Kapuze der Kapuzenjacke zwar praktischer ist, aber nicht so warm hält und ich heute auch noch ins Stadion wollte, packte ich also Mütze und Handschuhe ein, bevor ich mich auf den Weg machte.
Petrus hatte allerdings – erst mal – ein Einsehen und so hat es just wenige Minuten bevor ich aus dem Hotel trat, aufgehört zu regnen. Geht doch.
 
Mein erster Programmpunkt heute war eine Tour in der Grand National Opera (Link s.o.) um 10:30h. Ich hatte noch etwas Zeit und weil ich meinte, mich zu erinnern, dass dort irgendwo auf der anderen Straßenseite ein Bustour-Shop ist, wo auch was mit Events gestanden hatte, ging ich noch dorthin um zu fragen, ob sie auch Karten für die SSE Arena verkaufen, wo ich mir am Abend noch das Konzert der Red Hot Chilli Pipers (Pipers, nicht Peppers!) ansehen wollte. Leider hatten sie für dieses Konzert keine, aber sie verwies mich darauf, dass man die Karten auch online bei der Arena oder Ticketmaster buchen könne – ach was.
 
Da immer noch etwas Zeit war, „besichtigte“ ich noch das Europa Bus Centre und die angrenzende Great Victoria Street Station, um mich schon mal zu informieren, wo sonntags mein Bus nach Belfast und nachmittags mein Zug zum Stadion abfahren wird.
 
Inzwischen war das Foyer der Oper geöffnet und die restl. Zeit bis zum Start verbrachte ich dort mit den weiteren Wartenden. Auch hier musste ich mein Online-Ticket an der Kasse gegen ein „Hardticket“ umtauschen.
Verstanden habe ich dann mal wieder sehr wenig, bzw. irgendwann wird es mir auch immer zu anstrengend aufzupassen, um was zu verstehen, so dass ich mich dann beim Zuhören ausklinke und nur gucke.
Am Ende der Führung, bevor man wieder hinab ins Foyer geht, kommt man an mehreren Schautafeln vorbei, die vereinzelte Meilensteine der Oper darstellen. Eine davon war die bereits erwähnte Tafel zum Bombenanschlag auf das benachbarte Hotel Europa 1993, auf einer anderen war zu lesen, dass ein junger, unbekannter (damals noch schlanker) Tenor namens Luciano Pavarotti 1963 den „Mr. Pinkerton“ in „Madama Butterfly gab.
Siehe auch: http://www.bbc.com/news/uk-northern-ireland-22381554
Ich hatte morgens noch auf der Opern-HP nachgeguckt, wie lange die Theaterführung denn dauert, weil ich vorhatte, evtl. um 12h an der Führung in der City Hall teilzunehmen, für die man sich 10-15min vorher dort anmelden sollte.
Allerdings dauerte die Führung dann doch 80min und so verließ ich im Anschluss als einer der ersten quasi fluchtartig das Gebäude, um die 500m bis zur City Hall rüber zu gehen.
 
Die Führung kostet nichts, man bekommt bei der Anmeldung lediglich eine Karte mit der Uhrzeit in die Hand gedrückt, die man dann beim Einlass wieder abgibt.
Einer der ersten Sätze der „Guide-in“ war, dass man gerne fotografieren dürfe und später durfte man sogar auf den Plätzen der Abgeordneten (oder wer dort sitzt) Platz nehmen.
Auch hier war es ganz interessant, hinter die Kulissen zu blicken.
 
Da ich ja später noch zum Stadion und abends zum Konzert wollte, brauchte ich noch eine Fahrkarte. Ich ging wieder zur Tourist Information, die der City Hall gegenüber liegt und kaufte dort mein Tagesticket (das wäre auch im Bus oder Fahrkartenhäuschen möglich). Auch hier fragte ich wieder nach der Konzertkarte, zwar auch vergebens, allerdings gab mir der Mitarbeiter den Namen eines Shops in der Nähe, in dem ein Ticketmaster-Schalter untergebracht ist, wo ich meine Karte kaufen könne.
Zwar war das Finden des Shops nicht so einfach, wie er mirs im Stadtplan eingekreist hatte, aber jedenfalls kam ich so endlich zu meinem Ticket.
Gegenüber dieses Shops befand sich ein Tesco, in welchem ich mir dann mein Mittags-Meal kaufte, bevor ich mich auf den Weg zum Bahnhof machte.
 
Bei meiner Recherche, wie ich denn am besten zum Stadion „Windsor Park“ komme, fand ich alles Mögliche und nix.
Einerseits hieß es, dass es keine direkte Busverbindung zum Stadion gibt, dann wiederum wurden Linien genannt, dann wurde der Fußweg für die Strecke von der Stadt zum Stadion erwähnt – alles in allem, nix halbes und nix ganzes.
Dann entdeckte ich den Bahnhof Adelaide in der Nähe des Stadions und es hatte den Anschein, dass es von dort aus den kürzesten Weg gibt. Einfach über die Gleise und schon ist man da – dachte ich. Als ich dann irgendwo noch was von einem 2 minutes walk von dieser Station aus las, war mein Glück perfekt.
Um 14:11h fuhr der Zug an Great Victoria ab, Adalaide war die erste Station wenige Minuten später, das Spiel begann um 15h – es klang so wunderbar.
Es wäre vllt auch nur ein 2-5 min walk gewesen, wenn man nicht gemeint hätte, man sei clever.
Denn wäre ich auf der Bahnseite geblieben, auf der ich ausgestiegen bin, wäre dort ein wenig die Straße zurück gelaufen und hätte die Fußgängerbrücke genommen, wäre ich ca. 550m unterwegs gewesen und diese Brücke hätte mich direkt am Stadion ausgespuckt.
Cleverle Gazza überquerte aber schon am Bahnhof mittels Brücke die Gleise, was zur Folge hatte, dass das Stadion näher aussah, als es ist, denn ich musste nun erstmal ein Industriegebiet umrunden, auf der anderen Seite an einer Kopfseite des Stadions, in dem ein Fitnesscenter oder Schwimmbad untergebracht ist vorbei, eine Wohnstraße parallel zum Stadion durchlaufen, bis ich dann an deren Ende endlich das Eingangstor des Stadions erreichte. Aus 550m mach mind. 1,5km.
Ich kam zwar noch rechtzeitig am Stadion an, machte mir aber die ganze Zeit Sorgen, ob das nachm Spiel nicht zu knapp wird, um noch zum Konzert zu kommen.
Als ich ans Kassenhäuschen kam, sah ich die Damen nur vor Bargeldkassen sitzen, die gängigen Kartenaufkleber an den Scheiben, wenn Kartenzahlung möglich ist, sah ich nirgends.
Ich hatte nämlich nur noch 9 Pfund und ein paar Zerquetsche Bargeld, der Rest der 40 GBP, die ich am Anreiseabend abgehoben hatte und wollte eigentlich auch kein weiteres Bargeld mehr abheben, damit ich nicht so viel Rest habe, den ich wieder mit nach Hause nehmen muss.
Aber ich hatte Glück – kann ja auch mal sein - Kartenzahlung war möglich und somit stand einem weiteren Groundbesuch nix im Wege.
Ich hatte meinen Rucksack dabei, mit dem ich schon den ganzen Tag unterwegs war. In Deutschland ist es ja inzwischen kaum noch möglich,Taschen irgendwo hin mit rein zu nehmen, die größer als eine Handfläche sind. Um evtl. Diskussionen vorzubeugen, nahm ich meine 0,5er Getränkeflasche aus dem Rucksack, um sie in der Tonne neben dem Ordner zu entsorgen. Allerdings war das wohl unnötig, denn es wollte niemand in meinen Rucksack schauen, auch eine Leibesvisite und Taschenkontrolle der Jackentaschen fand nicht statt.
Etwas orientierungs- und hilflos lief ich dann im Stadion rum, weil ich nicht wusste, zu welchem Block meine Karte gehört, bis ich dann einen Ordner fragte, der mir mitteilte, dass es freie Platzwahl gibt (es war ohnehin nur eine Tribüne geöffnet).
Die Schilder, dass im Innenraum kein Alkohol erlaubt ist, kannte ich ja noch von englischen Spielbesuchen, was hier (vllt gibt’s das mittlerweile auch in England) aber neu für mich war, war die „Smoke Patrol“, die in roten Leibchen ihre Runden drehte und auf das Rauchverbot achtete. Sehr gut!
Ich suchte mir einen Platz am Rand der Tribüne, von wo aus ich mir das Spiel „inkognito“ ansehen konnte – immer den Gedanken im Kopf, wie komme ich nachher hier wieder weg und schaffe ich es rechtzeitig zum Konzert?
Zwar war es heute wirklich etwas „wärmer“, aber wenn man so bewegungslos im Stadion sitzt, kriecht einem die Kälte doch in die Glieder, da helfen auch Mützen, Kapuzen und Handschuhe nix.
Daher kam die HZ des torlosen Spiels nicht ungelegen, die ich dann im einigermaßen windgeschützten inneren Außenbereich des Stadions verbrachte.
Auch die 2. HZ brachte keine Tore, zu allem Übel aber starken Regen, der hätte jetzt auch nicht (mehr) sein müssen. Kurz vor Ende des Spiels, es waren glaub noch 7-8 Minuten zu spielen, verließ ich dann das Stadion und machte mich auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle, die ich mir inzwischen online rausgesucht hatte. Lt. google maps waren das wohl 450m!! Hätte ich das mal vorher gewusst.
Ich machte mich unter meinem Schirm so klein wie es nur ging und war froh, die rettende Bushaltestelle erreicht zu haben. Während ich auf den Bus wartete, kamen noch ein paar weitere Stadionbesucher, da ich zwischenzeitlich auch keinen Jubel gehört habe, schien ich wohl nicht mehr viel verpasst zu haben. Das Spiel ging auch 0:0 aus.
Spielbericht: http://www.linfieldfc.com/matchreport.aspx?id=1057
 
Der Bus fuhr in die Innenstadt, wie so ziemlich die meisten, der Belfaster Busse doch dieser kam sogar auf der Rückseite meines Hotels vorbei. Was ich aber zu spät gesehen habe, daher konnte ich erst eine Haltestelle später aussteigen. Von dort lief ich zurück, kaufte im Tesco noch ein Abend-Meal (Boots machte schon um 17:30h zu, das bin ich ja sogar zu Hause aufm Dorf nicht gewohnt) und hatte dann doch noch Zeit, um im Hotelzimmer etwas zu trocknen.
 
Als ich zum Titanic Dock gefahren bin, bin ich mit der Linie 26 gefahren und diese hielt auch an der SSE Arena, wo das Konzert stattfindet. Aber als ich mir online die entsprechenden Abfahrtszeiten vom Donegall Square raussuchte, tauchten etliche Linien auf, nur nicht die 26. Da hätte ich wenigstens gewusst, auf welcher Seite sie abfährt.
Also hab ich mich im strömenden Regen von Bushaltestelle zu Bushaltestelle gekämpft, um eine der anderen Linien zu finden. Als ich dann endlich eine gefunden habe und ein Bus kam, fragte ich den Fahrer, ob das ein Bus für die SSE Arena wäre. Er guckt ganz irritiert, SSE Arena? Nein, das sei die 26, die fährt dahinten ab. Sach ma… Angry
Dummerweise fährt die 26 aber nicht so oft wie die anderen und der nächste wäre erst um 19:17 oder 19:27 gefahren, was mir bei Konzertbeginn 20h zu spät gewesen wäre.
Also fasste ich den dekadenten Entschluss, mit dem Taxi zur Halle zu fahren. Die Entfernung von knapp 2km würde mich nicht arm machen.
Ein Taxistand war in der Nähe, ein englisches Taxi wartete auch vorne, ich stieg ein und fragte zuerst, ob ich per Karte zahlen könne. „No, sorry“.
Na super, musste ich also doch wenige Stunden, bevor ich nach Hause fliege, nochmal Geld abheben. Ich stieg also wieder aus und lief zum nächsten Geldautomaten, wo ich 15 GBP abgehen wollte. Wollte, denn 15 war nicht möglich, nur 20. Inzwischen war mir alles egal, wenn ich nur endlich mal zur Halle käme.
Die Fahrt kostete 5,80 GBP, nicht die Welt und so wurde ich bis vor die Hallentür gefahren. Dieses Mal hatte ich eine Umhängetasche dabei, den Rucksack hatte ich im Hotel gelassen, aber auch hier war Taschen- und Leibeskontrolle ein Fremdwort. Ich hätte also auch hier ein Getränk mitnehmen können, wenn ich nicht so ehrlich wäre.
So entspannt habe ich wirklich schon lange keine Fußballspiele und Konzerte mehr besucht!
Mein Sitzplatz, den ich mir ja nicht aussuchen konnte, war ganz ok, wenn auch vllt einen Tick zu weit seitlich, aber trotzdem hat die Show wieder Spaß gemacht.
Ich hatte die Pipers schon 2x gesehen, das erste Mal war Zufall (Konzert bei der Bundesgartenschau in Koblenz), hat mir aber so gut gefallen, dass ich sie mir auch gezielt ein 2.x ansah. Das Konzert hier in Belfast war auch wieder so was wie Zufall, denn sonst wäre ich zu keinem Konzert der aktuellen Tour gekommen.
Mit Zugabe war es so gegen 22h, als die Band sich verabschiedete und die Leute begannen, sich fertig zu machen, allerdings wurde das Hallenlicht nicht eingeschaltet. Da schien also noch was zu kommen…
Ich ging nur ein paar Stufen hoch und da kamen sie auch schon wieder auf die Bühne und spielten 3-4 weitere Lieder!
Der Regen hatte aufgehört, als ich nach draußen kam und da ich mein Busticket heute kaum gebraucht hatte (ich war „nur“ 10 Cent im Plus), wollte ich eigentlich mit dem Bus zurück fahren. Entsann mich dann aber meiner Pfund, die ich noch loswerden wollte und machte mich auf die Suche nach einem Taxi. Das war gar nicht so einfach, da die meisten vorbestellt waren.
Irgendwann fasste ich mir dann ein Herz und fragte bei einem der wenigen freien Taxis, ob er auch eine Person befördern würde, da es ein VW Bus war.
Er bejahte und so fuhr ich für 7 GBP trocken und warm bis vor die Hoteltür.


Tag 4, 11.02.2018, Heimreise:

Für Sonntag waren dann Schnee und Schneeschauer gemeldet, was mir prinzipiell egal gewesen wäre, weil ich dann ja schon aufm Heimweg bin, allerdings musste ich ja wieder knapp 2h mit dem Bus nach Dublin zurück fahren. Das bereitete mir ein wenig Bauchweh, weil ich die Straßenverhältnisse bei (nord)irischem Winterwetter nicht einschätzen kann.
In Belfast selbst war es dann aber nur kalt und naß von der Nacht her, als ich zum Busbahnhof ging, wo ich noch eine knappe Stunde bis zur Abfahrt warten musste. Auch hier musste das Online-Ticket erst noch gegen ein örtliches umgetauscht werden (wieder so ein ausgedruckter Quittungsstreifen).
Der Bus auf dieser Strecke war sehr gut gefüllt, aber trotzdem konnte ich meinen Einzelplatz „verteidigen“.
Die Fahrt verlief ganz normal, die Straßen waren bis auf wenige Randstreifen schneefrei und so kam der Bus pünktlich um 10:50h in Dublin an.
Ich orientierte mich kurz wo ich hin muss und sah dann, dass Ryanair die Check-in Area Nr. 13 hat. Ehrlich?! Dodgy  Die Damen dort schickten mich aber wieder weg, weil ich mit nur Handgepäck hier nicht einzuchecken brauche, ich könne gleich durch zum security check gehen.
Nachdem ich mir im Flughafen noch ein wenig die Zeit vertrieben hatte, ging ich dort auch hin. Für meine 3 Tuben Handcreme interessierte sich zwar niemand, allerdings musste ich mal wieder die Schuhe ausziehen, das hab ich jetzt schon länger nicht mehr gehabt.
Die Bekanntgabe des Abfluggates verlief dann so wie beim englischen Bahnfahren, es wurde erst kurz vorher eingeblendet. Um 12:50h sollte das Gate schließen, wohin man muss, wurde aber erst um 12:25h bekannt gegeben (und keine Minute vorher!), dummerweise hat man aber noch einen Weg von 10-16min vor sich, je nach Gate.
Wie ich später festgestellt habe, hat Ryanair anscheinend die 100er Gates, ich hätte mich also schon mal in diese Richtung bewegen können. Da ich das aber nicht wusste, blieb ich bis 12:25h im Bereich hinter der Security stehen und behielt den Bildschirm im Auge.
Es wurde dann Gate 117, eins der hintersten.
10 min später kam ich dann leicht geschwitzt dort an und reihte mich in die bereits dort wartenden Passagiere ein.
Eine Ryanair-Mitarbeiterin begann dann schon, die Priority und Non-Priority Passagiere zu trennen und die Koffernummern zu verteilen, als die Durchsage kam, dass die Passagiere des Flugs sowieso nach Frankfurt-Hahn gebeten werden, zum Gate 102 zu gehen, der Flug wird verlegt.
Gate 102 war eins der vorderen, also wieder 10min zurück. Inzwischen etwas mehr geschwitzt. Es begann das gleiche Spiel, aufreihen, Nummern verteilen, als die Anzeige Frankfurt-Hahn plötzlich vom Bildschirm verschwand, 3 andere Flüge angezeigt wurden und plötzlich die Zahl „104“ die Runde machte.
Das Mädel vor mir wurde skeptisch, verließ dann schon die Schlange, fragte aber dann doch eine Ryanair-Mitarbeiterin vorne am Pult, welche bestätigte, dass dies das Gate for Frankfurt sei. Das Mädel reihte sich wieder ein und keine 2 Minuten später griff eine andere Mitarbeiterin zum Mikrofon und gab durch, dass die Passagiere des Flugs sowieso nach Frankfurt-Hahn gebeten werden, zum Gate 104 zu gehen, der Flug wird verlegt. Da entbrannte natürlich großer Jubel in den Reihen.
Zum Glück lag Gate 104 nur im Rücken von 102, d.h. einmal umdrehen und aus den letzten der Schlangen wurden die ersten.
Was mich dann aber irritierte war, dass der Flug 15 min später starten sollte, draußen aber noch gar keine Maschine stand. Es schien mir nicht ausgeschlossen, dass wir noch an ein anderes Gate geschickt werden.
Aber man hatte ein Einsehen, wir durften bleiben, es wurde eine Maschine heran gezogen und eine weitere gefühlte Ewigkeit später, startete die Maschine endlich gen Heimat.
 
Fazit: Belfast ist eine kleine, aber feine Stadt, in der ich durchaus noch etwas Zeit mehr hätte verbringen können. Vllt hätte ich dann auch das Titanic Museum besucht. Winken
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Danke von: Hardy
#9
Danke für Deinen sehr interessanten und anschaulichen Bericht! Hat viel Spass gemacht, ihn zu lesen.

Töchterchen und ich sind gestern aus London zurück gekommen, mit Easyjet über Luton. Dort mussten wir auch die Schuhe ausziehen, wie so oft in GB beim Security Check. Und wie immer hatten auch wir mal wieder mehrere Schachteln Ibuprofen u. Aspirin von Tesco dabei .

Grüsse
Reinhard
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Danke von: Gazza
#10
Sehr interessanter Bericht. Vielen Dank.
LoNdOn - Die geilste Stadt der Welt - ANYtime TO EXplOre something NEW.



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