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BritRail Pass
#2
Meine Erfahrungen - ich war im Juni mit BritRail unterwegs:

Preise und Kauf:

Meine Entscheidung für das Ticket war recht aufwändig. Neben dem Zoo an verschiedenen BritRail-Tickets bei verschiedenen Anbietern gibt es ja auch noch Interrail. Es gibt diverse Rover-Tickets, die vor Ort verkauft werden, zum Teil aber auch bestellt werden müssen httpwww.nationalrail.co.uk/times_fares/rangers_and_rovers.aspxco. . Und ich habe auch den Preis für einfache Fahrkarten bzw. Advancetickets verglichen. Für meine Planung mit Übernachtungen in Southampton, York und Edinburgh war BritRail etwa 30 Pfund teurer als der Mix aus Advance- und Einzeltickets. Dafür reist es sich deutlich entspannter als mit Zugbindung.

Das Ticket habe ich dann bei HTS Touristik in Darmstadt (diverse Domains wie london-kurztrip.de, england-ferien.de, bahntickets.de) bestellt und per Vorkasseüberweisung bezahlt. Preis 280,00 EUR für den BritRail Flexi Pass 8 in 30 Tagen 2. Klasse. Es wurde zügig mit DHL verschickt. Die Anbieter, die auf britrail.com genannt werden, waren teurer (bis zu 40 GBP Versand!), bzw. bei Trainline habe ich gar nichts gefunden. Am Fahrkartenschalter der Deutschen Bahn hätte ich dieses Ticket für 288,00 EUR kaufen können, dort gibt es aber nicht das volle Sortiment.


Gültigkeit:

Mit dem Ticket kann man eigentlich in jeden öffentlichen Zug ohne Reservierung oder Aufpreis einfach einsteigen, aber natürlich gibt es doch einige Ausnahmen:
- nicht gültig im Eurostar
- nicht gültig bei London Underground, DLR und anderen Stadtbahnen, auch nicht zum Transfer zwischen den Londoner Bahnhöfen
- Bei den Nachtzügen von London nach Schottland und Cornwall (Sleeper) gibt es Reservierungspflicht und Aufpreise.
- Ich war etwas enttäuscht, dass die Fähren zur Isle of Wight nicht enthalten sind, auf den ersten Blick bei nationalrail.co.uk schienen sie in den Bahntarif integriert zu sein.
- Keine der BritRail-Varianten gilt in (Nord-) Irland.
- Aber BritRail gilt uneingeschränkt bei London Overground, Thameslink und in den diversen Londoner Vorortzügen, auch in Heathrow Express, Gatwick Express und Stansted Express.


Reservierungen:

Reservierungen für Fernzüge sind vor Ort kostenlos, man muss nur das Ticket vorlegen. Ich habe allerdings am ersten Reisetag am Schalter in Southampton Central wenig Erfolg gehabt - nur First Great Western nach Bath/Bristol war dort möglich. Weitere Reservierungen für Fahrten zwischen England und Schottland habe ich erst später in York bekommen. Die großen Bahnhöfe in London werden von Network Rail - und nicht von einzelnen Bahngesellschaften - betrieben, dort sollten solche Probleme nicht auftreten. Online-Reservierungen sind möglich, gehen aber schnell ins Geld httpwww.britrail.com/plan-your-trip/train-reservations/britrail. . HTS bietet Reservierungen für 4,00 EUR pro Person und Strecke an.

In den entsprechenden Zügen ist dann auch ein sehr großer Teil der Plätze reserviert, meist ist dann an der Kopfstütze ein Zettel eingesteckt. Generell scheinen die britischen Eisenbahnen weniger warme Luft durch die Gegend zu fahren als die Deutsche Bahn, was wohl auch damit zusammenhängt, dass Taktfahrpläne auf der Insel weitgehend unbekannt sind. Einzelne Plätze waren auf allen meinen Fahrten noch frei, Überfüllungen gab es keine (in der rush hour in London sieht das natürlich anders aus). Als Paar oder Gruppe empfiehlt sich die Platzreservierung sehr.


Das BritRail-Ticket:

Ich habe das Ticket eingeheftet in einem gefalteten Formular bekommen. Es kann innerhalb von sechs Monaten nach Ausstellung aktiviert werden. Auf dem Formular muss Name und Ausweisnummer von Hand eingetragen werden. Vor der ersten Fahrt (bei mir in Dover Priory) geht man zu einem Fahrkartenschalter zur Aktivierung, damit beginnt der Monatszeitraum. Auf dem Ticket müssen dann beim Flexticket die einzelnen Reisetage von Hand eingetragen werden. Mir wurde bei der Aktivierung gleichzeitig auch der erste Reisetag eingetragen; wenn man das nicht will, muss man also aufpassen. Ich habe das Ticket in eine Transparenthülle gesteckt, um es etwas vor Regen und Beschädigung zu schützen.

Viele Bahnhöfe in Großbritannien haben Bahnsteigsperren, durch die man beim Betreten und auch beim Verlassen des Bahnsteigs muss. Das BritRail funktioniert nicht an den automatischen Sperren. Man zeigt dem Aufsichtspersonal das Ticket vor und wird dann durchgelassen, oft quittiert mit einem "Lovely!". Nur einmal, in London Blackfriars an der Thameslink-Strecke, bin ich nach dem Ziel gefragt worden - ich vermute, der Bahnhof ist mit der U-Bahn verbunden. Man kann sich darauf verlassen, dass ständig Personal an den Sperren präsent ist, oder die Sperren sind geöffnet. Lästig war allerdings, dass man so das Ticket ständig parat haben muss, und es passt nicht in die Brieftasche.

Redoute
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BritRail Pass - von Cathrin - 11.11.2015, 12:53
RE: BritRail Pass - von Redoute - 05.07.2017, 11:47

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